Radolfzeller
Brände

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Radolfzeller Brennrecht
Radolfzell am Bodensee ist eine der wenigen Städte Deutschlands, die noch ein historisches Brennrecht hat. In der eigenen Brennerei darf die Stadt jährlich 300 Liter reinen Alkohol brennen. Vor vier Jahren, bevor Radolfzell sein 750-jähriges Stadtrecht feierte, ersetze die Stadt die defekte Brennerei aus den 60er Jahren durch eine neue Anlage. Die edlen Apfel- und Mirabellenbrände, bekannt unter dem Namen „Radolfzeller Hannok“ und „Radolfzeller Kappedeschle“, wurden um den Jubiläumstropfen „Radolfzeller Kirsch“ ergänzt. Der Überlieferung nach stand in Radolfzell einst die Konditorei des Erfinders der Schwarzwälder Kirschtorte.

Sieben Heimattage-Brände
Mit seinen sanften Hügeln und den vielen Sonnenstunden ist das fruchtbare Radolfzeller Umland prädestiniert zum Obst- und Weinbau. Die ältesten Urkunden hierzu stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die lange Brenn-Tradition sowie die Obstvielfalt hat die Stadt zum Anlass genommen, eine exklusive Auflage von sieben Bränden für das Heimattage-Jahr zu produzieren. Die für jeden der sechs Ortsteile bekannte Obst- bzw. Kräutersorte wurde hierfür verwendet – aus der Kernstadt kommt der „Radolfzeller Kirsch“. Eine weitgehend in Vergessenheit geratene Pflaumenart, im Alemannischen auch „Zibärtle“ genannt, bildet die Grundlage für den Zibartenbrand aus Markelfingen. Zusammen mit der Stahringer Sülibirne gehört sie zu den Edelbränden. Handverlesene Birnen und Äpfel wurden im Herbst zum Liggeringer Gelbmöstler und dem Mögginger Bohnapfelschnaps gebrannt. Das traditionelle doppelte Brennverfahren kommt beim Feinbrennen vom Böhringer Kräuterschnaps und vom Güttinger Trester zum Einsatz.


Die sieben Heimattage-Brände präsentieren sich in einer handgefertigten Stiege aus heimischem Holz und sind exklusiv in der Tourist-Information erhältlich.